Selen


Selen ist ein lebenswichtiges (essenzielles) Spurenelement, das als Bestandteil spezifischer Selenoenzyme an vielen biochemischen Abläufen im Körper beteiligt ist.

Schwerer chronischer Selenmangel führt deshalb zu Störungen zahlreicher Stoffwechselvorgänge bis hin zur Schädigung von Organen und schwerwiegenden Erkrankungen.

Selen ist in den Böden sehr unterschiedlich verteilt. Neben Gebieten mit sehr hohem Selengehalt gibt es auch ausgesprochene Selenmangelgebiete. Europa ist im Gegensatz zu Amerika ein relativ selenarmes Gebiet. Deshalb enthalten Pflanzen hierzulande wenig Selen. Reich an Selen sind dagegen Seefisch, aber auch Hühner und Eier sowie Schweinefleisch, weil den Futtermitteln Selen zugesetzt wird.

Die tägliche Selenaufnahme in Deutschland, v.a. im Südwesten, liegt nur etwa halb so hoch wie wünschenswert wäre. Zirka 20% der Menschen nehmen sogar nur 1/3 bis 1/4 der notwendigen Selenmenge auf. Selenmangel begünstigt Erkrankungen wie Gelenkentzündungen, Virusinfektionen durch Schwächung des Immunsystems, chronische Organentzündungen wie Herz-Kreislauferkrankungen und die Entstehung von Tumoren. Tumorpatienten haben häufig erniedrigte Selenspiegel. Das gilt für Patienten mit Brust-, Eierstocks-, Magen-, Dickdarm-. Bronchial- und Prostatakrebs sowie Lymphomen und Leukämien.

Selen hat in der Onkologie mehrere wichtige Einsatzbereiche: zur Prophylaxe von Tumoren, zur Konsolidierung des Immunsystems unter Chemo- und Strahlentherapie, zur Verminderung von Nebenwirkungen von Chemo- und Strahlentherapie, zur Beeinflussung des Tumorwachstums. In mehreren grossen epidemiologischen Studien wurde gezeigt, dass die Gabe von Selen über Jahre im Vergleich zu Kontrollgruppen zu einer Reduzierung der Krebsentstehung führen kann.

Das Immunsystem reagiert sehr empfindlich auf Selenmangel. Durch Selengabe wird die Funktion des Immunsystems auch unter Chemo- und Strahlentherapie aufrecht erhalten.

Selen vermindert die unter Chemo- und Strahlentherapie vermehrt auftretenden Sauerstoffradikale, die auch im wesentlichen für die Nebenwirkungen der Therapie verantwortlich sind. Das gilt vor allem für die Schädigung von Herz, Leber, Nieren und Knochenmark. Schliesslich wirkt Selen auch auf die Tumorzellen selbst, indem es sie empfindlicher macht für Chemo- und Strahlentherapie. Nach Abschluss der Tumorbehandlung kann Selen helfen, die durch die Therapie belasteten Organe wie Immunsystem und Knochenmark, aber auch die Darmschleimhaut schneller zu regenerieren. Voraussetzung für die Wirksamkeit von Selen ist eine Dosierung, die an die verschiedenen Therapiephasen angepasst ist.

  • Selen
  • Thymus Peptide
  • Thymus-Milz-Peptide
  • Leber-Milz-Peptide
  • Misteltherapie
  • Behandlung von
        Fatigue
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